Präsentation und Diskussion einer neuen Studie mit Expert:innen aus Verwaltung und Forschung.
Künstliche Intelligenz ist der nächste Schritt in der Transformation der öffentlichen Verwaltung. Wie kann sie dort effektiv, sicher und kosteneffizient eingesetzt werden – und welche Rolle spielt Open Source dabei? Bietet Open Source KI tatsächlich die Transparenz, Nachvollziehbarkeit und digitale Souveränität, die öffentliche Institutionen in KI-Anwendungen anstreben? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer neuen kooperativen Studie des Centre for Digital Governance der Hertie School und Sopra Steria. Verfasst wurde die Studie von Nicholas Robinson, Magdalena Steinhauser, Gerhard Hammerschmid und Bernd Peper.
Wir laden Sie herzlich zur Vorstellung der Ergebnisse am 17. September 2025 auf dem Merantix AI Campus in Berlin ein. Freuen Sie sich auf spannende Einblicke, eine Paneldiskussion mit Expertinnen und Experten aus der Verwaltung sowie die Gelegenheit zum persönlichen Austausch beim anschließenden Networking.
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Ablauf
Begrüßung und Moderation
Dr. Bernd Peper ist Leiter Public Sector bei Sopra Steria Next. In dieser Rolle verantwortet er den Geschäftsbereich Managementberatung für die öffentliche Verwaltung auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene. Seine fachlichen Schwerpunkte sind Customer-Experience-Strategien und digitale Produktentwicklung. Er verknüpft dabei die Perspektive von Nutzerinnen und Nutzer, Business und Technologie sowie Strategie und Umsetzung. Bevor er zu Sopra Steria Next kam, hat Bernd Peper vielfältige Erfahrungen in Linien- und Projektorganisationen im öffentlichen Sektor und in der Managementberatung gesammelt. Dazu gehören u.a. die Unterstützung beim Aufbau einer multinationalen Organisationseinheit auf europäischer Ebene sowie die Konzeption und Implementierung von Programmstrukturen zur Realisierung digitaler Produkte. Der Fokus lag dabei auf der Steuerung komplexer Digitalisierungsprojekte zur Einführung der elektronischen Akte, die Automatisierung von Verwaltungsprozessen sowie die Entwicklung digitaler Angebote für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen.
Begrüßung
Prof. Dr. Gerhard Hammerschmid ist Professor of Public and Financial Management an der Hertie School. Seine Forschungsschwerpunkte liegen bei den Themen Verwaltungsmanagement, vergleichende Verwaltungsforschung, Leistungsmanagement im öffentlichen Sektor und Personalverwaltung. Hammerschmid ist zudem wissenschaftlicher Leiter des Instituts für den öffentlichen Sektor e.V. und ist als Koordinator und Partner an mehreren von der EU geförderten Forschungsprojekten (COCOPS, LIPSE, EUPACK, TROPICO) zur Reform der öffentlichen Verwaltung beteiligt. Er war Gastprofessor an der Australia and New Zealand School of Government (ANZSOG) und der Copenhagen Business School. Vor seiner Tätigkeit an der Hertie School war er am Institut für Public Management der Wirtschaftsuniversität Wien tätig sowie für drei Jahre in einem österreichischen Bundesministerium als Koordinator mit der Umsetzung umfangreicher Umstrukturierungs-prozesse und der Verwaltungsreform betraut. Gerhard Hammerschmid studierte Betriebswirtschaft an der Universität St. Gallen und promovierte an der Wirtschaftsuniversität Wien.
Vorstellung der Studienergebnisse
Christine Schulz-Drömann ist Managerin bei Sopra Steria Next mit Fokus auf die öffentliche Verwaltung auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene. Ihr Beratungsschwerpunkt liegt im Innovationsmanagement, insbesondere in der Entwicklung und Umsetzung von KI-Strategien für den öffentlichen Sektor. Dabei verbindet sie strategisches Denken, organisatorisches Gespür und technologische Perspektiven mit einer klaren Umsetzungsorientierung. Christine Schulz-Drömann begleitet Verwaltungen dabei, den digitalen Wandel nachhaltig zu gestalten – von der Identifikation relevanter Anwendungsfelder über die Entwicklung tragfähiger Zielbilder bis hin zur operativen Umsetzung. Ihr Anspruch: Konzepte entwickeln, die nicht nur durchdacht, sondern auch realisierbar sind. Vor ihrem Wechsel in den Public Sector beriet Christine Schulz-Drömann Organisationen aus der Privatwirtschaft in Fragen der digitalen Transformation und Innovationsstrategie. Diese Erfahrungen prägen bis heute ihre nutzerzentrierte Arbeitsweise sowie ihr tiefes Verständnis für Veränderungsprozesse und Organisationslogiken.
Nicholas Robinson forscht am Centre for Digital Governance zum Thema KI in der öffentlichen Verwaltung. Zuvor arbeitete er bei der Digital Transformation Agency der australischen Regierung, wo er als stellvertretender Direktor für digitale Kompetenzen tätig war und in diesem Rahmen 2023 die Einrichtung der KI-Taskforce der Regierung leitete. Davor arbeitete er bei einem Start-up für Satellitenbilder, absolvierte einen Master-Studiengang in Data Science an der ESCP in Paris und Berlin und war sechs Jahre lang als Berater für Strategy& / PwC Australia tätig.
Podiumsdiskussion
Jens Gehres studierte von 1996 bis 1999 an der Fachhochschule der Bundesfinanzverwaltung in Münster. Seit 1999 ist er Beschäftigter im ITZBund bzw. deren Vorgängerinstitutionen in unterschiedlichen Abteilungen und mit verschiedenen Aufgaben. Zu seinen Tätigkeiten bis 2009 zählten Softwareentwicklung, Verfahrensverantwortung, Projektleitung im Umfeld „Zoll online 2005“ und Kundenbetreuung. Von 2009 bis 2011 absolvierte Herr Gehres den Aufstieg vom gehobenen Dienst in den höheren Dienst. Es folgten eine Referententätigkeit in der Softwareentwicklung (Schwerpunkt SAP) und Teilprojektleitung Technik im Projekt „Einheitliches Personalverwaltungssystem in der Bundesfinanzverwaltung“ des Bundesministeriums der Finanzen. Ab 2015 hatte er verschiedene Referatsleitungen im Bereich Personalverwaltungssysteme und Personalnebenleistungen (u. a. Beihilfeverfahren) inne. 2016 folgten die stellvertretende Referatsgruppenleitung und seit 2018 schließlich die Referatsgruppenleitung. Zusätzlich leitete er die Technik in der Maßnahme PVS Bund und trug Verantwortung für den Handlungsstrang Dienstekonsolidierung Bund im Projekt operative IT-Konsolidierung (ProITK). Zum 1. Mai 2021 übernahm er die Leitung des Projekts ProITK und der gleichnamigen Stabsstelle. Seit dem 1. April 2023 ist er Leiter der Abteilung II - Projekte, Basisdienste und Querschnittverfahren im ITZBund.
Jutta Horstmann ist Informatikerin, Unternehmerin und Open Source-Expertin. Seit September 2025 leitet sie als Co-CEO die Heinlein Gruppe und treibt die strategische Weiterentwicklung der Gruppe sowie ihrer Lösungen voran, die Unternehmen und öffentliche Institutionen digitale Souveränität, Sicherheit und Nachhaltigkeit ermöglichen.
Mit über 25 Jahren Erfahrung in der IT-Branche hat sie erfolgreich Unternehmen gegründet und als CEO, CTO und COO geleitet. Ihre Expertise im Bereich digitale Souveränität zeigte sie zuletzt als Geschäftsführerin des Zentrums für Digitale Souveränität (ZenDiS), wo sie die Einführung innovativer Open Source-Lösungen in der öffentlichen Verwaltung begleitete. Als gefragte Rednerin teilt sie ihre Einsichten zu digitaler Transformation, Führung und Open Source-Technologien auf internationalen Konferenzen.
Michael Jaumann ist Machine Learning Engineer im KI-Competence Center der Landeshauptstadt München. Sein Fokus liegt auf der Entwicklung innovativer KI-Systeme, wie beispielsweise MUCGPT oder der KI-basierten Suche im Dienstleistungsfinder. Dabei greift er auf wissenschaftliche Methoden aus seiner Forschungstätigkeit zurück, in der er unter anderem große Sprachmodelle für die Strukturvorhersage von Proteinen entwickelt hat. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Weiterentwicklung des Münchner KI-Stacks, der die technische Grundlage für vielfältige KI-Anwendungen bildet. Dieser umfasst wichtige Basisfunktionen wie den Modellzugriff, die Überwachung, die Evaluierung sowie die Integration von Langzeitgedächtnissen. In beiden Bereichen spielt Open Source Software eine zentrale Rolle. Wir freuen uns auf jeden, der die zukünftige Verwaltung gemeinsam mit uns auf Basis von Kooperation, Open Source und KI mitgestalten möchte.
Ann Cathrin Riedel ist Publizistin und Expertin für Digitalpolitik, Verwaltungstransformation und Demokratie. Als Geschäftsführerin von NExT e.V. setzt sie Impulse für die Modernisierung der Verwaltung, um Digitalisierung als Schlüssel für eine zukunftsfähige Gesellschaft und stabile Demokratien zu nutzen. Zuvor verantwortete sie die internationale Digitalpolitik bei der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und leitete von 2018 bis 2024 den Verein LOAD e. V. – Verein für liberale Netzpolitik. 2022 wurde sie in den Digitalbeirat der Bundesregierung und den Digitalrat des Landes Sachsen-Anhalt berufen. Sie ist Beirätin des Think Tanks Center for Middle East and Global Order (CMEG). Für ihr Engagement wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2025 als Young Leader in GovTech von Handelsblatt und Possible, 2024 mit „Gold“ als Women in eGovernment/Leadership, 2023 als Young Leader der Atlantik-Brücke und 2020 als eine der Top 40 unter 40 des Capital-Magazins in der Kategorie „Wissenschaft und Gesellschaft“. Ihre Expertise wird regelmäßig in politischen Gremien wie dem Deutschen Bundestag nachgefragt. Sie publiziert und spricht über Digitalisierung, Verwaltung und Geopolitik – unter anderem in ihrem prämierten Newsletter „Ann Cathrin’s Digital Digest“.


